• Über Kelten

    Zeittafel

    Einige Daten der Geschichte die uns durch die antiken Historiker belegt sind: Vielen Dank an Patrick Meyer von der Gruppe Projekt Latène für die Unterstützung. (Keine Garantie auf Vollständigkeit) [ws_table id=“3″]

  • Über Kelten

    Untergang

    Wirklich untergangen ist das keltische Volk bis heute nicht. Seine Nachkommen finden wir über ganz Europa verteilt, doch das keltische Erbe ging weitestgehend verloren. Grund hierfür ist, dass sich die keltische Kultur sich langsam mit ihren Nachbarn und Besetztern vermischte und ihre Gebräuche und Lebensweisen übernahm. Der Untergang begann etwa um die Zeit, als die Kelten gegen die Römer immer häufiger Niederlagen erlitten, ca. 300 v. Chr. Um 150 v. Chr. war die Gallia Cisalpia ( Region südl. der Alpen) zum Teil Roms geworden. Die Kelt-Iberer verloren die spanische Halbinsel um 133 v. Chr. nach dem Untergang des Oppidiums Numantia an die Römer. Das Ende der Gallia Transalpina ( Region…

  • Über Kelten

    Wirtschaft

    Ackerbau und Viehzucht bildeten die Grundlage der kelt. Kultur. Der Großteil des Volkes befasste sich damit. Aus dieser Notwendigkeit entwickelten die Kelten überdurchschnittliche Fähigkeiten, wenn es darum ging die Werkzeuge zu verbessern; so entwickelten sie Pflugscharen, deren Art sich bis heute kaum veränderte und entwickelten das Speichenrad in der Form, wie es noch im 19. Jhdt. benutzt wurde und erst durch die Technik des 20. Jhdt. übertroffen werden konnte. Da Eisen ein unentbehrlicher Rohstoff wurde, entstand eine regelrechte Eisenindustrie. Die K. förderten es im Bergbau. Meist konnte es durch einfachen Tagebau gewonnen werden, tieferliegende Erzvorkommen, sowie Salze und Kupfer, wurden jedoch im Tiefbau gefördert. Dies erforderte zusätzlich eine Verarbeitung großer…

  • Über Kelten

    Schrift

    Die Kultur der Kelten gilt gemeinhin als schriftlos. Im Gegensatz zu den Griechen oder Römern, führten sie keine Bibliotheken oder schrieben ihre Geschichte nieder. Es gibt keine ,,keltischen“ Chronisten. Auch wurden religiöse Aspekte so gut wie nie niedergeschrieben. Im Gegenteil, Caesar wies darauf hin, dass es den Druiden strengstens verboten war, ihr Lehren schriftlich aufzuzeichnen. Gleichzeitig weißt er aber auch daraufhin, dass sie ,, ..in fast allen übrigen Dingen, .. , die griechische Schrift verwenden. ..“ (De Bellum Gallicum VI, 14,3) Caesar weißt darauf hin, dass den Kelten durchaus Schrift bekannt war und dass sie diese wohl auch im öffentlichen Leben nutzten. Auch andere antike Autoren bezeugen den Schriftgebrauch. So…

  • Über Kelten

    Sprache

    Auf Grund der Entwicklung der keltischen Kultur und deren wenigen hinterlassenen Aufzeichnungen, ist es schwierig die Sprache der Kelten zu rekonstruieren. Reste der alt-keltischen Sprachen finden sich noch in den insel-keltischen Sprache. Aber auch in den Sprachen des Europäischen Festlandes finden sich immer noch Begriffe und Worte aus dem Alt-keltischen. Heute versuchen die vergleichenden Sprachwissenschaften und die Keltologie sich daran, die Sprache unserer Ahnen zu erforschen. Das Keltische gehört zu den indoeuropäischen Sprachen und bildet deren westlichsten Zweig. Es ist verwand mit dem Germanischen, Lateinischen, Slawischen, Baltischen, Thrakischen, Albanischen, Griechischen, Iranischen, Indischen usw. Sie alle entwickelten sich aus einer indoeuropäischen Ursprache und ähneln sich im Lautbestand, der Form- und Wortbildung,…

  • Über Kelten

    Gesellschaft

    Die Gesellschaft der Kelten war wie die meisten antiken Kulturen, gegliedert in den Adel, das Volk und die Knechte. Des weiteren gab es die Gliederung in Familie und Gefolgschaft. Laut Caesar herrschte in den Familien das Patriarchat und die Einehe. Laut Strabon und Livius waren die keltischen Familien sehr kinderreich. Trotz der Männerherrschaft und den bezeugten Witwenmorden an Gräbern oder Frauenopfern, unterschied sich die Rolle der Frau bei den Kelten von denen der anderen antiken Völker. So bestand die Möglichkeit, dass Witwen oder Töchter die Herrschaftsfolge antreten konnten. Als Beispiel kann hier die britannische Königin Boudiccia genannt werden, die auch zeigt, dass die keltische Frau nicht zu Hause blieb und…

  • Über Kelten

    Die Mittel-Latène-Zeit

    Ein Kelte namens Helico, eine trockene Feige, eine Traube, etwas Öl und Wein, sind nach Plinius dem Älteren der Auslöser für eine Völkerwanderung wie sie etwa aus dem 4./5. Jhdt. n. C. bekannt ist. Es begann die Zeit der keltischen Expansion. Die Zeit, die bei den mediterranen Völkern das Bild der Kelten prägte. Die Okkupation Roms 378 löste das keltische Trauma Roms aus, auf das Jahrhunderte später Caesar seinen Gallienfeldzug aufbauen konnte. Warum zum Ende des 4. Jhdt. allerdings die Kelten in Scharen auszogen ist nicht klar und lässt sich schwer erschließen. Möglicherweise waren es sozi-ökonomische Krisen, Klimawechsel oder sogar ein Kometenregen. Neben der Abwanderung änderte sich auch die Gesellschaftsstruktur.…

  • Über Kelten

    Die Früh-Latène-Zeit

    Im 5. Jhd.v.Chr. änderten sich das kulturelle Gefüge Mitteleuropas in allen Bereichen. Diese Veränderungen sind im archäologischen Fundgut greifbar: die hallstattzeitlichen Fürstensitze verlieren ihre Bedeutung. Nur wenige überdauern diesen Übergang. Manche werden ganz aufgegeben. Sogar Grabhügel werden geplündert. Doch die Fundlage zeigt auch noch etwas anderes: an den Rändern des sog. Westhallstattkreises entwickeln sich neue Machtzentren. Neue „Fürsten“sitze werden gegründet und Höhensiedlungen, die in der bisherigen Zeit eine eher untergeordnete Rolle spielten, gewinnen an Bedeutung. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung im Bereich der Hunsrück-Eifel-Kultur (der Bereich des heutigen Ostfrankreichs, des Saarlandes, bis hin zum Rhein), der Marne-Kultur (heutige Champagne) und im Bereich Böhmens und Nordösterreichs. Die neuen „Fürsten“ und „Fürstinnen“…

  • Über Kelten

    Hallstattzeit

    Im 6. Jhdt. v.Chr. setzt sich die Eisenverarbeitung in Mitteleuropa durch und beschreibt somit den Wechsel von der Bronze- in die Eisenzeit. Es ist gleichzeitig der Beginn der sogenannten älteren Hallstattkultur. 1846 wurde von J.G. Ramsauer ein ausgedehntes Gräbfeld im Österreichischen Ort Hallstatt im Salzkammergut freigelegt. Auf Grund der charakteristischen Funde dieser Zeit wurde diese Epoche nach dem Fundort Hallstatt benannt. Kennzeichnend für die Hallstattzeit sind die geometrischen Verzierungen der Keramiken. Die Grundlage dieser Kultur bildeten immer noch Ackerbau und Viehzucht. Die Landschaft war größtenteils noch unberührt und ein Straßen- und Handelsnetz war kaum fassbar. Das Leben der Menschen bewegte sich in einem engen Kulturrahmen. Die landwirtschaftlichen Techniken waren zu…