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    Bad Nauheim

    Zu Füßen des Taunus in der Wetterau an den Ufern der Usa liegt Bad Nauheim. Heute eine Kurstadt mit internationalem Charakter. Diesen verdankt sie der Heilwirkung des Solewassers, welches in vorgeschichtlicher Zeit Reichtum und Macht bedeuteten. Im Westen Nauheims liegt der Johannisberg. Die Besiedlung der Usaau beginn schon im Neolitikum. Erste Siedlungen sind aus der Michelsbergerkultur belegt (ca. 2200 v. Chr.) Mit der Bronzezeit beginnt der Aufstieg des Gebietes. In einem Grab der Urnenfelderzeit (1200 – 750 v.Chr.) wurden kostbare Bronzen und Keramik gefunden. Dieses Grab gilt als eines der reichsten der mittleren Urnenfelderzeit. Aus dieser Zeit sind weitere, weniger reich ausgestattete, Gräber belegt. Der Johannisberg war in diesen Zeiten…

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    Die Wetter / Wetterau

    Die Wetterau ist die fruchtbare Senke zwischen Taunus und Vogelsberg. Ihren Namen hat sie von dem Fluß Wetter. Die Wetter entspringt im Vogelsberg und mündet in die Nidda. Im Jahre 767 wird die Wetteraiba erstmals schriftlich erwähnt; der Fluß Wetteraha 772. Der Name Wetter geht auf das indogerm „uedhor“ zurück das „Wasser“ bedeutet. Aus ihm haben sich die Begriffe „Undati“ (Alt-Sanskrit), „Voda“ (slavisch), „Vatten“ (Schwedisch), „Wazzar(Alt-Hoch-Dt.), „Wather“ (Alt-Hoch-Engl.), usw. entwickelt. An „uedhor“ wurde noch die Endung -aha,-ach oder -ara angefügt, die bei einigen indoeurop. Flußnamen überliefert ist. Die Endung -aiba geht auf „aiÆ´bô“ zurück. Dies bedeutet „Land,Siedlungsgebiet“. Die Wetterau ist also das Wohnland an der Wetter. Zum anderen gilt die…

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    Die Werra

    Im Thüringer Wald entspringt ein Fluss der nie das Meer erreicht: die Werra. Ihr Bett schlängelt sich über 298 km zwischen Thüringer Wald und Rhön entlang und vereinigt sich bei Hannoversch-Münden mit der Fulda zur Weser. Früher wurden die Weser und die Werra als ein Fluß gesehen. Deshalb haben sie auch den gleichen Namensursprung. Die Römer bezeichnet den Fluss als „Visurgis“. Dies ist möglicherweise die lateinische Form von „Wiesenfluss“ (wisur + aqua), den so wird die Werra übersetzt. Eine ältere Namensform ist uns nicht überliefert. Möglich wäre es, dass der Fluss bei der regionalen Bevölkerung Wisara, Wisura, Wisera oder Wisuraha. Diese Namen sind aus dem Frühmittelalter überliefert. Später kam es…

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    Die Nidda

    Tacitus erwähnt in seinen Analen den Stamm der Nidenses die zwischen Nidda und Main siedelten. Erstmalig als Ortsbezeichnung erwähnt wird der Name der Nidda im 1. Jhd. An der Stelle des heutigen Frankfurt-Heddernheim gründeten die Römer am Ufer das Kastell Nida. Der Name „Nida“ taucht als Flußname in ganz Europa auf: „Nida“ in Polen,“Nied“ in Litauen, „Nedd“ in Brittanien(engl:neath),“Neth“ in Cornwall, „Nied“ in Lorraine. (Pokorny,1959, I: 761) Desweiteren ist ein iro-keltischer Gott namens „Nuada (Neto, Neton, Net, Nodens, Neit, Noadat deo Mar) bekannt. Er bedeutet ,,der Schützende“ und wird mit Teutates verglichen. Im Lateinischen gibt es den Begriff „nitere“ – „scheinend,leuchtend“. Daraus leitet sich das Alt-Französische „net“ –> Anglo-Fra. „neit“…

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    Der Main

    Als im Jahre 38 v. Chr. die Römer gegen die nördlichen Barbaren zogen, gründeten sie am Zusammenfluß des Renus und Moenus die Stadt Moguntiacum. Entlang des Moenus entstanden weitere Lager und Kastelle. Heute kennen wir die Flüsse als Rhein und Main, Moguntiacum als Mainz. Den Namen Moenus haben die Römer höchtswahrscheinlich von den dort siedelnden Kelten übernommen, die ihn Moin nannten. Für den Ursprung des Namens Moin gibt es mehrere Erklärungen. Zum einen ist er sprachlich ähnlich dem lettischen Maina oder dem litauischen Maiva, was in etwa Sumpf bedeutet. Eine andere Thorie ist, das er seinen Nahmen von einem zaunartigen Fischfanggerät hat, da Moin auf einen Zaunsinn hinweißt.(Z.B. lat. moenia…

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    Die Lahn

    Aus dem 6. Jhd. ist der Name der Lahn als Laugana/Logana bekannt. Die Endung -ana deutet auf den keltischen Ursprung dieser Namen hin. Über die Bedeutung der Silbe Log/Laug gibt es mehrere Theorien: Aufgrund der Ähnlichkeit zu lug-, log-, leg-, lig-, lag- und deren geographischen Verbreitung könnten sie „Sumpf“ bedeuten wie z.B. die „Lauga“ in Württemberg, der Logelbach im Elsass, die „Logsen“ am Bodensee, oder der „Lugeon“ bei Triest. Das würde bedeute, das der Name der Lahn an nicht mehr vorhandene Sumpfgebiete erinnert. Eine weitere Möglichkeit wäre der Bezug zum indogermanischen „leg“, das tröpfeln, sickern, langsam rinnen bedeutet. Die Lahn wäre demnach die Langsam-fließende. Wenn man sich die Lahn betrachtet,…

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    Die Milseburg (Rhön)

    Von der Bieber im Süden und Westen umflossen erhebt sich östlich von Fulda die Milseburg als höchste Kuppe der westlichen Kuppenröhn 130m über das Umland auf eine Gesamthöhe von 835m. Außer im Nordwesten, bilden Steilhänge an allen Seiten eine uneinnehmbare Naturfestung. Am Fuss der Kuppe zieht sich ein Steinwall mit 1,3 km Länge von der Nord- zur Südseite der einen Flächeninhalt von 32,5 Ha Flächeninhalt besitzt.Der Geisstein, ein 5m hoher Felsblock, der in der Mitte der Ostseite liegt, ist in die Befestigung eingebunden. Im Norden und Süden läuft der Wall im Berggestein aus. Drei Tore ermöglichen den Zugang durch den Wall. Die beiden Tore im Norden und Süde waren lediglich…

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    Heidetränke-Oppidum

    Auf den ersten Erhebungen des Taunus thront das Heidetränke-Oppidum wie eine Schutzburg über die Frankfurter Innenstadt, nur 16km nordwestlich von ihr gelegen. Die Anlage liegt auf den Bergkuppen Altenhöfe und Goldgrube, durchschnitten vom Tal des Heidetränkebaches. Das Oppidum entstand aus ursprünglich zwei, auf den Kuppen befindlichen Wehranlagen, die in der Früheisenzeit errichtet wurden. In einem Zeitraum von ca. 300 Jahren bis um das Jahr Null fand eine weitere Besiedelung und eine Ausdehnung der Wehranlagen statt. Eine 10km lange umfassende Befestigungsmauer wurde um die Zwillingskuppe gezogen, die den Taleinschnitt in die Befestigung einbezog und dadurch eine Fläche von 130 ha umgibt und dabei Höhenunterschiede von bis zu 230m überwindet. Der Zugang…

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    Glauberg

    Oppidum Am Ostrand der Wetterau, mit einer Höhe von 276m die südliche Wetterau bis in die Untermainebene und an den Taunus, bei gutem Wetter kann man bis zum Oppidum Altkönig blicken, beherrschend, liegt der Glauberg, dessen Besiedlungsgeschichte von der Jungsteinzeit (5./4. Jtsd. v Chr.) bis ins Hochmittelalter (13. Jhdt.) reicht. Auf dem Glauberg befindet sich ein fast ebenes Plateau mit einer Länge von ca. 900m und einer Breite von 80-200m. Eine Quelle wurde zur Bronzezeit befestigt und in einen Weiher gewandelt. Die ersten Befestigungen können für die jüngere Urnenfelderzeit nachgewiesen werden. Der Verlauf dieses Ringabschlusswalles, mit einer Länge von 650m, wurde von allen späteren Besiedelungen beibehalten. Der Ostteil des Plateaus…

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    Dünsberg

    Nordwestlich von Gießen, im Gladenbacher Bergland, einem Ausläufer des Westerwaldes, erhebt sich der Dünsberg mit einer Höhe von 500m NN über das Lahntal. Drei Ringwälle, deren äußerster eine Gesamtfläche von 90 ha umschließt und deren eindrucksvollster eine bis zu 10m hohe Außenböschung aufweist, geben Zeugnis von der Wichtigkeit dieses zentralen Punktes für die Siedlungsgeschichte. Die Datierung der ersten Mauerkonstruktionen beginnen im 8. Jhd. v. Chr., der späten Bronzezeit über die spätkletische Zeit bis etwa in das 5. Jhd. n. Chr. als Alamannische Festung. Die Konstruktion entwickelte sich mit dem Stand der Wehrtechnik. Geht man davon aus, dass sie in der Bronzezeit aus der üblichen Holz-Steine-Erde-Konstruktion bestand, so bezeugen Funde, dass…