Ubier

Das ursprüngliche Siedlungsgebiet der Ubier war der Bereich zwischen Main,Taunus und Lahn. Die fruchtbaren Täler des Rhein-Maingebietes und der Wetterau besiedelten sie und betrieben Ackerbau.

Die erste schriftliche Erwähnung finden die Ubier in Caesar’s Bellum Gallico. Er bezeichnet sie als Germanen mit engen kulturellen Beziehungen zu den Kelten. Die Ubier baten um 55 v.Chr. um Schutz vor den vordrängende Sueben, denen sie laut Caesar tributpflichtig waren und wurden zu Freunden Roms ernannt. Im Zuge dieses Expansiondruckes wurde die Ubier nach Westen an das Ostufer des Rheins gedrängt. Nach dem Aufstand der Trever unterwarfen sie sich Rom. Durch Agrippas wurde sie auf das Westufer umgesiedelt. (38 oder 19 v.Chr.)

Etwa zur gleichen Zeit verschwinden die keltischen Münzen mit dem Motiv des “tanzenden Männleins” im Lahntal um den Dünsberg und tauchen im Rheintal auf. Dies könnte darauf hindeuten, dass die Ubier den Dünsberg besiedelten.

Die Ubier galten als Stamm, der den Römern schon früh freundschaftlich gesinnt war. Durch Handel mit Römern und Germanen entwickelte sich früh eine keltisch-germanisch-römische Mischkultur.

Die bekanntesten Städte, die auf Siedlungen der Ubier beruhen sind Novaesium (Neuss), Bonna (Bonn) und Oppidum Ubiorum das durch die Römer zum Hauptort erhoben wurde, später zur Veteranenkolonie gemacht und “Colonia Claudia Ara Agrippinensium” genannt wurde. Wir kennen es heute als Köln.


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