Die Burg (Dietzhölztal-Rittershausen)

In der Nähe des Drei-Länder-Ecks Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz erhebt sich am Südausläufer des Rothaargebirges mit einer Höhe von 516m NN die Burg, bzw. die Lay. Vom Norden bis zum Süd-Westen fällt er steil zum Dietzhölze ab und im Nord-Osten ist er mit dem höheren Eichholzkopf verbunden.
Drei Wälle mit vorgelagerten Spitzgräben sichern die Festung nach Süden und Osten ab, wobei der oberste Wall die Kuppe komplett umschließt. Ebenso möglicherweise der unterste Wall. Im Süd-Osten liegt das einzige Tor der Anlage, erreichbar über einen Pfad, der an einem Wasserreservoir, der sog. Hunstränk vorbeiführt. Die unteren Mauern waren als Holz-Steine-Erde-Konstruktion vom Typ Altkönig-Preist angelegt, während die oberste Mauer offensichtlich eine reine Steinkonstruktion war. Direkt hinter diesem liessen sich auch Innenbauten nachweisen.
Die Burg zeichnet sich durch eine große Fundmenge aus. Der Fundhort beinhaltet Bronzeschmuck (Hals-, Armringe, usw.), Eisenwaffen (Lanzenspitzen, -schuhe, Schwertfragmente, Hiebmesser, etc.), Eisengeräte (Schmiedehämmer, Amboss, Beile, etc.) und Keramik. Außerhalb der Anlage wurde ein Skelettgrab geborgen, das ebenfalls bronzene Beigaben enthielt. Das Fundmaterial lässt sich in die Frühlaténezeit datieren, die Keramik lässt noch eine starke Hallstättische Tradition erkennen.
Die Zerstörung der Lay erfolgte durch einen Großbrand. Dieser muss so verheerend gewesen sein, dass die Anlage nicht wieder aufgebaut wurde.

(Quellen: Die Vorgeschichte Hessens – Theiss Verlag Stuttgart 1990)


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