Butzbach

Hausberg

Der Hausberg wacht am Ostrand des Taunus mit einer Höhe von 486m NN über Butzbach und die Wetterau. Während er sich nach Norden und Nord-Osten leicht abfallend fortsetzt stürzt er von Osten bis zum Westen steil in die Tiefe.
Auf dem Hausberg liegt eine Befestigungsanlage. Diese besteht aus zwei niedrigen Ringwällen. Diese waren nach Typ Altkönig-Preist aufgebaut. Der Zugang zu den Ringwällen erfolgte im unteren Wall durch Tore im Norden und im oberen durch ein 6m breites Tangentialtor im Osten und möglicherweise im Westen. Zusätzlich wurde das Oppidum durch zwei Abschnittswälle an der flachen Hangseite des Berges. Diese waren reine Stein-Erde-Konstruktionen.
Aus älteren Quellen ist ein Wasserreservoir innerhalb der Ringwälle bekannt. Es lag möglicherweise im Norden des zweiten Walles. Es ist heute nicht mehr zu lokalisieren. Unterhalb der Befestigung treten Quellen aus dem Berg.
Die ersten Siedlungsbelege stammen aus der späten Urnenfelderzeit (Ha B 3) allerdings scheint das Oppidum erst in der Latènezeit (Lt B + C) angelegt worden zu sein. Dies belegt die Anhäufung der Keramikfunde aus dieser Epoche. Den Hausberg zeichnet eine große Menge von Mühlsteinfunden aus. Des Weiteren sind Eisengerät, Glasringfragmente, usw. auszeichnend für das Oppidum.

Brüler Berg
Wendet man sich vom Hausberg nach Südwesten so erreicht man nach ca. 1,5km den, mit 424m NN, etwas flacheren Brüler Berg. Er ragt steil über das Isseltal.
Auf seiner Kuppe befindet sich eine frühgeschichtliche Ringwallanlage. Richtung Nord-Osten wird er von einem großen, sich mit 600m Länge von Norden nach Osten ziehenden, Abschnittswall aus der Eisenzeit gesichert.

 

(Quellen: Die Vorgeschichte Hessens – Theiss Verlag Stuttgart 1990)


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