Die Wetter / Wetterau

Die Wetterau ist die fruchtbare Senke zwischen Taunus und Vogelsberg. Ihren Namen hat sie von dem Fluß Wetter. Die Wetter entspringt im Vogelsberg und mündet in die Nidda. Im Jahre 767 wird die Wetteraiba erstmals schriftlich erwähnt; der Fluß Wetteraha 772.
Der Name Wetter geht auf das indogerm “uedhor” zurück das “Wasser” bedeutet.
Aus ihm haben sich die Begriffe “Undati” (Alt-Sanskrit), “Voda” (slavisch), “Vatten” (Schwedisch), “Wazzar(Alt-Hoch-Dt.), “Wather” (Alt-Hoch-Engl.), usw. entwickelt. An “uedhor” wurde noch die Endung -aha,-ach oder -ara angefügt, die bei einigen indoeurop. Flußnamen überliefert ist.
Die Endung -aiba geht auf “aiÆ´bô” zurück. Dies bedeutet “Land,Siedlungsgebiet”.
Die Wetterau ist also das Wohnland an der Wetter.
Zum anderen gilt die Wetterau auch als ein Zentrum der Deutschen Mineralbrunnenindustrie. (15% der in D geförderten Wasser stammen aus der Wetterau) Geht man davon aus, dass diese Brunnen bereits in frühgeschichtlicher Zeit bekannt waren so könnte die “Uedhoreiba” auch das “Land des Wassers” gewesen sein. (Anmk. d. Verfassers)

(Quellen:
Trier, Jost – Versuch über Flußnamen. Köln 1960
Krahe, Hans – Unsere ältesten Flußnamen. Wiesbaden 1964)


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