Einführung

Eine eindeutige Bestimmung der hessischen Ureinwohner ist gerade in Mittelhessen nahezu unmöglich. Die Römer legten hier ihre nördliche Grenze fest. Der Limes zieht sich durch ganz Mittelhessen, die Wetterau diente dem Imperium als Kornkammer.
Hessen ist ein Gebiet, in dem sich die Vermischung Keltischer, Germanischer und Römischer Einflüsse stark ausprägt. Doch in der Frühzeit muss der Bereich bis auf Höhe Kassel Keltisches Siedlungsgebiet gewesen sein, wie jüngste Grabungen zeigten. Schon Caesar wies auf die Keltische Kultur jenseits des Mains hin.

Das Heidetränke-Oppidium am Altkönig/Taunus gilt schon lange als keltische Siedlung. Funde in Bad Nauheim zeigten, dass hier eine große  Salzgewinnungsindustrie florierte. Teile von Salinen wurde ebenso zu Tage gebracht wie Grabbeigaben, Schmuck, Trinkgefäße und Waffen.

Die Funde am Glauberg galten als eine der Sensationen Keltischer Relikte.
Die Statue des Keltenfürsten sowie die Anlage des Grabhügels mit Prozessionsstraße und zwei reich ausgestatteten Gräbern, eines Graben-Wall-Systems, Siedlungsspuren und weitere Grabhügel im Umland deuten darauf hin, dass der Fürstensitz auf dem Glauberg von großer Bedeutung gewesen sein muss. Der für die Statuen verwandte Sandstein stammt aus einem Steinbruch, der sich in Büdingen befindet. Hier finden sich zudem noch mehr als 20 Grabhügel.


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