Entstehung der Kelten

Das Volk, das aus dem Dunkeln kam, so nannte G.Herm 1975 sein Buch, und spricht etwas all zu wahres aus. Woher sie kamen kann keiner genau sagen, und gerade über diesen Punkt existieren die verschiedensten Theorien.

Zwischen 3000 und 600 v. Chr. fand eine Entwicklung statt, bei der sich die neolithischen Wanderstämme sesshaft wurden, sich ihre Umgebung anpassten, Ackerbau betrieben und ihre Kultur weiterentwickelten.

Im 10. Jhdt. v. Chr. hatte sich die sog. Urnenfelderkultur von Ungarn bis an Oder und Weichsel, nach Süddeutschland, über die Alpen bis in die Poebene ausgebreitet. Später fanden sich diese Merkmale auch am Niederrhein, in Frankreich, Spanien und Britannien wieder.
Bezeichnend war die Bestattung ihrer Toten in Urnen und das Anlegen großer Grabfelder. Aus dieser Kultur und nach dem Zusammenbruch der kretisch-mykenischen Kultur und dem daraus resultierend Bruch der Beziehungen in diese Region entwickelte sich in der Spätbronzezeit eine eigenständige Kultur.

Ab dem 8. Jhdt.v.Chr. beginnt der Übergang von der Bronze- zur Eisenzeit, der Anfang der Hallstattzeit. Zu dieser Zeit muss ein Wandel stattgefunden haben, wie die Grabfunde dieser Epoche zeigen. Es entstand eine Bevölkerungsgruppe, die, durch Wirtschaftsbeziehungen oder Westwanderung, sprachlich miteinander verwand war. Die Linguisten bezeichnen diese Sprache als das Keltische.

Im 6. Jhdt.v.Chr. tauchen die ersten schriftlichen Zeugnisse über Stämme auf, die Europa vom Atlantik bis nach Böhmen und den Alpen bis an die Nordsee bevölkern und die viele Gemeinsamkeiten aufweisen, so dass die griechischen Autoren es als ein Volk bezeichnen und die griechischen Geographen es als die “Keltoi” benennen.

In den folgenden Jhdt. verbreiteten sich die Keltoi über ganz Mitteleuropa. Seine größte Ausdehnung hatte das Keltische Reich im 2. Jhdt. v. Chr. Es reichte von der heutigen Türkei, über den Balkan bis an die Ostküsten der Spanischen Halbinsel und Irlands. Von der Poebene bis in die deutschen Mittelgebirge und das heutige südliche Holland.


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